Editio Prima · MMXXVI

Was niemand bemerkte

Die dunklen Geheimnisse der Kunstgeschichte. Werk für Werk geöffnet.

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Die neueste Entdeckung

Das Floß der Medusa · Théodore Géricault

Das Floß der Medusa · Théodore Géricault

Werk Nº 17 · 1819 · Louvre, Paris

Géricault studierte abgehackte Leichenteile in seinem Atelier, um die Farbe der Verwesung zu malen.

Paris, 1819. Théodore Géricault, siebenundzwanzig Jahre alt, vollendet ein Gemälde von fast fünf mal sieben Metern. Es zeigt das Floß der Medusa.

Drei Jahre zuvor war die französische Fregatte Méduse vor der Westküste Afrikas auf einer Sandbank gestrandet. 400 Menschen an Bord. Die Offiziere und ihre Familien stiegen in die Rettungsboote. 147 Menschen wurden auf einem hastig gebauten Floß zurückgelassen. Dreizehn Tage später wurden 15 Überlebende geborgen. Sie hatten gemordet und gegessen.

I.

Die Editio

Kuratierte Werk-Drucke. Auf Hahnemühle Photo Rag. Mit Galerie-Notiz auf der Rückseite.

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II.

Die Bibliothek

Bücher, die tiefer führen, als ein Video kann. Empfehlungen der Galerie.

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III.

Das Journal

Längere Essays zu den Werken. Wo das Video endet, beginnt der Text.

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„Die Abgrundgalerie ist keine Sammlung. Sie ist ein Verfahren.“

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